Nanotechnologie – eine Schlüsselkompetenz für Mind-Control?

Ich hatte schon darüber geschrieben: Eins der Hauptprobleme für die Glaubwürdigkeit von Mind-Control-Verschwörungstheorien besteht darin, dass niemand erklären kann, wie diese Gedanken- oder Bewusstseinsbeeinflussung eigentlich funktionieren soll. Sendeanlagen wie HAARP oder der Radaranlage am Flughafen Tempelhof wird unterstellt, sie dienen der psychischen Beeinflussung der Bevölkerung. Aber aufgrund welcher Wechselwirkung eine Sendeanlage überhaupt Menschen beeinflussen können sollte, können selbst prominente Verschwörungstheoretiker, die sich “seit Jahren intensiv mit dem Thema befassen”, nicht erklären.

Der “Missing-Link”

Die meisten glauben, mit dem Begriff “Schwingungen” oder “Wellen” sei alles erklärt. Dass es etwas gibt, das “Gehirnwellen” heißt, reicht vielen, um anzunehmen, dass das Gehirn wie eine Art Radio funktioniert. Dass Alpha- oder Theta-Wellen eine irgendwie ganz besondere Bedeutung für “Bewusstseinszustände” haben sollen, schließt in der Logik der Verschwörungstheoretiker den Kreis. Wenn es so ist, dann muss man wohl nur noch die gewünschte (Des-)Information auf eine Alpha- (oder wahlweise Beta- oder Theta-) -Welle aufmodulieren, um sie ins Bewusstsein des Opfers zu pflanzen.

Dass die (unpräziserweise) so genannten “Hirnwellen” mit einer Empfängerfrequenz nicht das geringste zu tun haben, fällt in Konspirationisten-Kreisen niemandem auf. Dafür fehlt schlicht und einfach das Grundlagenwissen.

Letztlich zeigt das Beispiel Mind-Control mit HAARP nur eins: Verschwörungstheorien sind weit davon entfernt, eine naturwissenschaftlich valide Logik zu haben. Sie bestehen einfach aus einer Aneinanderreihung von Buzzwords, die populäre Ängste adressieren. Eine innere Folgerichtigkeit erreichen sie oft nur dadurch, dass aufgrund von Wissensmangel aus der Ähnlichkeit von Begriffen auf einen vermeintlichen Bedeutungszusammenhang geschlossen wird.

Eine tatsächlich schlüssige Hypothese oder gar Belege, die einer Überprüfung standhalten, haben die modernen Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit Mind-Control normalerweise nicht zu bieten. Und selbst der letzte Strohhalm aller Esoteriker wäre in diesem Fall mehr als dürr. Nichtmal das Scheinargument, man könne ja zumindest nichts ausschließen, hilft. Denn für eine Beeinflussung von Denkprozessen mit Hilfe elektromagnetischer Wellen fehlt schlicht und einfach eine physikalische Wechselwirkung. Da gibt es nichts auszuschließen.

Nanotechnologie als “Connecting Link”

Die Arbeit an diesem Problem der fehlenden Wechselwirkung spielt sich bei den meisten Verschwörungstheoretikern allein auf der Ebene der Sprache ab. In ellenlangen Abhandlungen wird auf der vordergründigen Ähnlichkeit der Frequenzen herumgeritten, um eine vermeintlich zwangsläufige Logik zu suggerieren. Zahllose falsch verwendete Fachtermini und falsch verstandene und aus dem Zusammenhang gerissene Beispiele von (in Wahrheit völlig anderen) Wirkzusammenhängen sollen Wissen und Sorgfalt belegen, demonstrieren bei näherer Betrachtung aber nur, dass die Autoren nichts davon auch nur ansatzweise verstanden haben. Letztlich kaschiert die Flut an ungenauen und vage passenden Informationen nur, dass sie die Frage nach der Wechselwirkung schlicht und einfach nicht beantworten können.

Doch manche manche Verschwörungstheoretiker bemühen sich um andere Erklärungsansätze. Ein Schlagwort, das zuweilen gern bemüht wird, ist “Nanotechnologie”.

Zunächst ist es nicht verwunderlich, dass auch diese ihren Weg in die kursierenden Verschwörungshypothesen findet. Ähnlich wie die Quantenmechanik wird sie einerseits von kaum jemandem verstanden und scheint andererseits alles möglich zu machen, was bisher als unmöglich galt. Und ähnlich wie Gentechnik oder eben Techniken der psychischen Beeinflussung scheint sie eine attraktive Projektionsfläche für allgemeine Ängste in Verbindung mit Überforderung durch technischen und wissenschaftlichen Fortschritt zu sein.

Doch kann Nanotechnologie tatsächlich die fehlende Wechselwirkung liefern? Schafft sie die Möglichkeiten, einzelne Personen oder gar ganze Bevölkerungsgruppen ohne direkte Interaktion und ohne deren Wissen fernzusteuern? Macht sie plötzlich möglich, was bisher nur absurde Spinnereien sind?

Naja, vielleicht irgendwann irgendwie. Die Frage ist so viel zu allgemein formuliert, um sie mit mehr als Allgemeinplätzen beantworten zu können. Einige spezielle Zweige der Nanotechnologie, namentlich die, die sich mit Nanomaschinen oder Nanobots beschäftigen, wären tatsächlich mit Risiken verbunden. Wenn sie denn prinzipiell in der Lage wären, funktionierende Methoden zu liefern. Die Diskussion, ob man auf einige davon nicht lieber verzichten sollte, gibt es durchaus zu Recht.

Wenn es um Verschwörungstheorien geht, stellen sich aber andere Fragen:

  1. Gibt es bereits funktionierende Nanobots oder andere nanotechnologische Methoden, mit denen eine gezielte psychische Beeinflussung möglich ist? Oder gibt es zumindest vielversprechende Forschungsansätze in dieser Richtung?
  2. Setzt irgendjemand diese Methoden ein oder plant zumindest deren Einsatz?

Soweit ich sehe, gibt es weder auf das eine noch das andere belastbare Hinweise. Es gibt – ganz wie bei den “Schwingungen” – nichtmal eine Erklärung, wie das eigentlich konkret funktionieren sollte. (Zumindest ist mir keine bekannt. Ich freue mich natürlich über Hinweise, falls es doch eine geben sollte.) Damit ist Mind-Control auch mit Nanotechnologie eine reine Spekulation, die sich vor allem in der Phantasie der Verschwörungstheoretiker abspielt.

Selbst eine hypothetische Diskussion über die prinzipielle Möglichkeit macht nur Sinn, wenn jemand erklärt, welche Methoden konkret zum Einsatz kommen sollten und wie sie funktionieren sollen. Wie dies im verschwörungstheoretischen Tagesgeschäft aussieht, sehen wir uns mal an einem Beispiel an.

Ein aktuelles Forschungsergebnis

Einer Pressemeldung zufolge haben Wissenschaftler an der State University of New York in Buffalo erfolgreich mit der Stimulation von Nervenzellen mit Hilfe von magnetischen Nanopartikeln und elektromagnetischen Feldern experimentiert. Die Partikel wurden im Experiment Würmern in der Umgebung ihrer Sinnesorgane (genauer gesagt derjenigen, die für Temperaturmessung zuständig sind) appliziert. Daraufhin reagierten die Würmer auf elektromagnetische Wechselfelder.

Gezeigt wurde dadurch, dass durch magnetische Nanopartikel, die durch ein elektromagnetisches Wechselfeld angeregt werden, Körperzellen in höheren Organismen gezielt stimuliert werden können.

Da die Partikel gut zwischen den Zellen diffundieren können, besteht eine hypothetische Anwendung darin, diese Partikel in größeren Körperbereichen zu verteilen und die Reaktion für bildgebende diagnostische Verfahren zu nutzen. Aber auch Manipulationen an einzelnen Zellen oder Proteinketten konnten der Meldung zufolge im Experiment durchgeführt werden.

Ein physikalischer Übertragungsweg für Information? Prinzipiell schon. Das heißt aber noch nicht, dass dieser auch nur hypothetisch für Gedanken- oder Bewusstseinsbeeinflussung brauchbar wäre.

Dieses Experiment erinnert stark an José Delgados berühmte Stimoceiver. Und man kann es auch tatsächlich als eine gedankliche Fortsetzung dieser Forschung ansehen. Während Delgado dem Patienten noch aufwendige Empfangs- und Übertragungsapparaturen ins Gehirn pflanzen musste, könnte man mit dieser Technik Funksignale direkt an ausgewählte Hirnzellen übermitteln und diese damit zum “feuern” anregen, wenn man sie nur mit den entsprechenden Nanopartikeln präpariert. (Mal angenommen, das Verfahren lässt sich so ohne weiteres auf Neuronen übertragen.)

Aber: Delgado konnte mit mehreren Elektroden und einer intelligenten Empfangselektronik immerhin mehrere Hirnareale unabhängig voneinander per Funk reizen und damit gewünschte Reaktionen provozieren. Eine Kontamination mit Nanopartikeln lässt diese Differenzierung dagegen nicht zu. Man könnte höchstens eins oder mehrere gezielt kontaminierte Neuronen gemeinsam anregen. Dies setzt aber eine Interaktion mit der einzelnen Zielperson voraus, um diese gezielte Kontaminierung durchzuführen.

Wenn man dagegen eine Kontaminierung in der breiten Masse durchführen will – wie zum Beispiel manche Teile der Chemtrail-Szene unterstellen – dann könnte man allenfalls eine mehr oder minder gleichmäßige Kontaminierung des gesamten Nervensystems erreichen. Das bietet Stoff für gruselige Science-Fiction-Geschichten, in denen feindliche Armeen oder revoltierende Horden per Knopfdruck ausgeschaltet werden. Aber in Sachen Gedankenkontrolle hilft es nicht viel weiter. Denkprozesse basieren auf der abgestimmten Aktivierung vieler aber ganz bestimmter Neuronen in komplexen Mustern. Und wie man dies mit einer solchen Technik hinbekommen soll, muss auch erstmal jemand erklären.

Würde man als Verschwörungstheoretiker in dieser Richtung denken, würden sich mal wieder mehr neue Fragen stellen als alte beantwortet würden.

Und wie Halbwissen daraus Blödsinn macht

Und jetzt nehmen wir uns die Pressemeldung nochmal vor, lesen sie ganz besonders ungenau und stellen uns vor, wir würden fest an eine Mind-Control-Verschwörung glauben und ganz verbissen nach jedem Beweis dafür suchen. Dann kommt am Ende wahrscheinlich mehr oder minder das raus, was ein offenbar amerikanischer Verschwörungstheorien-Blog daraus gemacht hat.

Dort wird aus besagter Pressemeldung zitiert:

Clusters of heated, magnetic nanoparticles targeted to cell membranes can remotely control ion channels, neurons and even animal behavior, according to a paper published by University at Buffalo physicists in Nature Nanotechnology.

Und dazu kommentiert:

Using nanoparticles to remotely control animal behavior?

It doesn’t take a doctorate to understand the implications of such a technology.

Okay, das mag ja sein. Aber trotzdem ist das einfach nur ein suggestiver Allgemeinplatz und nicht etwa eine konkrete Aussage oder gar eine Schlussfolgerung. Oder wird etwa erklärt, welche Implikationen das sein sollen?

Nein, stattdessen wird fröhlich drauf los spekuliert:

What if “nanobots” that had the capacity to control human minds were programmed to search out and attach themselves to key areas of the human brain?

Echt jetzt, das war die gesamte Schlussfolgerungskette. Das typische verschwörungstheoretische “mal angenommen…” – und weiter geht es ungebremst mit den üblichen vagen Gruselgeschichten über Nanobots. Dass diese eigentlich nur hypothetisch existieren, mit relativ großer Wahrscheinlichkeit praktisch nicht funktionieren würden und zudem nicht so einfach beliebig programmiert werden könnten, schon gar nicht um komplexe Aufgaben zielgerichtet im menschlichen Nervensystem zu erledigen, scheint dem Autor nicht bekannt zu sein oder zumindest nicht sonderlich zu irritieren.

Wer muss sich schon um Fakten scheren, wenn sich das Publikum mit einem simplen “what if…” beeindrucken lässt.

Aber das eigentlich verblüffende ist, dass Nanopartikel einfach mal so mit Nanobots gleichgesetzt werden. Spätestens daran zeigt sich, dass hier wirklich jedes Grundlagenwissen und jedes Verständnis für Zusammenhänge fehlt. Nanopartikel haben per se erstmal nichts mit Nanotechnologie zu tun. Von Nanotechnologie ist in der Pressemeldung nur die Rede weil Nanopartikel zum Einsatz kommen und deren spezielle Eigenschaften genutzt werden. Das heißt nicht, dass diese Partikel selbst wie technische Geräte funktionieren.

Nanopartikel sind einfach Partikel mit Abmessungen im Nanometerbereich. Die haben besondere Eigenschaften. Insbesondere die, dass ihre Eigenschaften stark von der genauen Größe abhängen. Unter Umständen sind sie Gegenstand nanotechnoligischer Bemühungen. (Die meisten Zweige der Nanotechnologie beschäftigen sich nicht mit Nanobots sondern lediglich mit gewöhnlichen Nanopartikeln oder mit Oberflächeneigenschaften im Nanometerbereich.)

Meistens kommen Nanopartikel aber ohne Zusammenhang mit Nanotechnologie vor. Speziell gilt das für die beiden Arten von Nanopartikeln, die das Leben sehr vieler Menschen besonders direkt beeinflussen. Erraten, welche ich meine? Es sind Nanopartikel, die tatsächlich einen negativen Einfluss auf die Gesundheit haben oder haben können. Wirklich viele Menschen müssen ernsthaft unter ihnen leiden. Sie sollen sogar für zahlreiche Todesfälle verantwortlich sein.

Ich rede von Blütenpollen und Zigarettenrauch.

Nanobots hingegen sind große Moleküle, die die Eigenschaft haben, andere Moleküle Atom für Atom in einer bestimmten Weise zu verändern. Und auf hypothetischer Ebene und im Sinne von ersten Versuchen wird auf diesem Gebiet tatsächlich geforscht. Aber Pollen, Rauchpartikel oder die magnetischen Partikel, die an der Universität von New York zum Einsatz kamen, haben damit nicht das allergeringste zu tun. Beides gleichzusetzen wäre ungefähr so als würde man eine Eisenstange mit einer Dampflokomotive verwechseln.

Eigentlich sollte spätestens hier klar sein, dass dieser Text nichts als Unfug liefern dürfte. Aber, wie heißt es eben dort so schön?

But it gets even worse.

Es folgen nämlich die üblichen Spekulationen:

Video game makers are busy developing games that you control not with a joystick or a gamepad but rather with your brain waves.  So could such a technology someday be used in reverse?

Das hatten wir neulich erst. Aus irgendeinem Grund wollen Verschwörungstheoretiker nicht verstehen, dass etwas, das in der einen Richtung funktioniert, nicht so ohne weiteres in der anderen Richtung funktionieren würde. Und auch auf rhetorischer Ebene: Suggestivfragen scheinen die einzige Art von Beleg zu sein, die dieser Autor kennt. Also sparen wir uns die Spekulationen über RFID-Chips und Barack Obamas Gesundheitsreform, die darauf folgt.

Und nu?

Nix neues. Wie es scheint, ist “Nanotechnologie” für Verschwörungstheoretiker nur ein weiteres Buzzword, um den Diskurs über Erklärungslücken in einen neuen Bereich, den wieder scheinbar niemand versteht und deshalb vermeintlich jeder glauben muss, zu verlagern.

Das ist albern.

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10 Responses to Nanotechnologie – eine Schlüsselkompetenz für Mind-Control?

  1. Mabuse says:

    Hoch oder Höchstfrequentechnisch ist dieser Nanoblah kompletter
    Unfug, ausser irgendjemand kann mir eine in diesen Größenbereichen
    funktionierende Antenne mit entsprechendem Signalgewinn zur
    Ansteuerung von div. Halbleitern präsentieren. Derjenige währe
    Nobellpreisverdächtig. Sehen Sie erstmal was man so an Großvolumigen
    Aufwand betreiben muss wenn man die ewige Lichtjahre entfernten
    Radiosterne empfangen will. Sicherlich ist es eine belustigende Vorstellung
    wie in einer “South-Park” Folge mit einem Radioteleskop im Arsch
    rumzueiern, was meine Person einigen sogn.”Verschwörungsesotherikern”
    gerne zutrauen würde. Die beschriebenen neurologischen Experimente
    wurden alle unter so hohen Feldstärken durchgeführt, das es zur
    Beeinflussung irgendwelcher Subjekte, wesentlich kostengünstiger und
    einfacher währe, selbige standrechtlich zu erschießen.
    Somit ist mir als Hochfrequenz-Entwickler, schleierhaft was
    dieser ganze Scheiss (ausser Belustigung) soll.

    • Hoch oder Höchstfrequentechnisch ist dieser Nanoblah kompletter
      Unfug, ausser irgendjemand kann mir eine in diesen Größenbereichen
      funktionierende Antenne mit entsprechendem Signalgewinn zur
      Ansteuerung von div. Halbleitern präsentieren.

      Da liegt wohl ein Missverständnis vor. Es ging nicht darum, dass aufmodulierte Informationen mit einer Trägerfrequenz an ein Nanoteilchen übertragen und darin verarbeitet wurde. Es ging lediglich darum, dass Nanoteilchen mittels elektromagnetischer Wellen zu Schwingungen angeregt – in der Pressemeldung ist von “heating” die Rede – und so Energie zur Reizung der Zellen übertragen wurde.

      Die beschriebenen neurologischen Experimente
      wurden alle unter so hohen Feldstärken durchgeführt, das es zur
      Beeinflussung irgendwelcher Subjekte…

      Richtig. Die Frage der Energiebilanz würde sich zu alldem auch noch stellen.

      Somit ist mir als Hochfrequenz-Entwickler, schleierhaft was
      dieser ganze Scheiss (ausser Belustigung) soll.

      Keine Ahnung, von welchem “Scheiss” Sie an dieser Stelle konkret sprechen. Aber wie auch immer, in Zukunft bitte etwas weniger Fäkalsprache. Danke.

  2. Mabuse says:

    Ich lehne mich an ein “Zitat” einer “Neuzeitlichen Persönlichkeit” an
    “Mahl sehn was hinten rauskommt” . . .
    Weiterhin im “Proudly presents”

    SOLAR MIND CONTROLL
    Die sogn. “Haarp-mind-controll” ist auf sogn. “Nanotrails” und andere
    “Streumittel” sowiso nicht angewiesen.
    Da man mit den gigantischen Ionosphärensendern ohne weiteres,
    die durch oberen Luftschichten (Ionosphäre), die Durchlässigkeit
    für Sonnenstrahlung im Nannosekundenbereich modulieren kann,
    ist es ein wesentlich effektiveres und kostengünstigeres Mittel zur
    großflächigen massenpsychologischen Beeinflussung der, der
    Sonnenstrahlung ausgesetzten Bevölkerungsanteile.

    Alle anderen Legenden dienen nur zur Irreführung evtl. Kritiker.
    Beim Fernsehen wussten wir schon alles.
    Doch der Manipulation über “Gehaarptes Sonnenlicht”
    wird keiner mehr entgehen . . .

    MfG Dr. X

    • … Sonnenstrahlung im Nannosekundenbereich modulieren … Mittel zur großflächigen massenpsychologischen Beeinflussung der, der Sonnenstrahlung ausgesetzten Bevölkerungsanteile.

      Klar. Und wenn ich jetzt frage, wie das funktionieren soll, höre ich wieder irgendwas von Hirnwellen. Richtig?

  3. Mabuse says:

    Nöö. Hirnwellen sind ein zu erfolgloses Konzept. Das funktioniert zur Zeit
    wenig erfolgsversprechend bei sogn. Neurostimulatoren (Hirnschrittmacher)
    in speziellen Anwendungsfällen wie zb. Epilepsie p.p. Der apparative Aufwand
    währe in Bezug auf Massenmanipulation untragbar.
    Ein wesentlich “Kosteneffektiveres” Konzept, wird dezeit noch in der
    experimentellen Phase, an der Allgemeinbevölkerung, erfolgsversprechend
    getestet.
    Hierbei geht es darum, über genmanipulierte Nahrungsmittel,
    Photoaktive, in gentechnisch veränderten Pflanzen, produzierte
    neuroaktive Enzyme mit entsprechend durch sogn.
    Wellenlänge/Zeitabhängig, aktivierbaren Neurotransmitterähnlichen
    Andockstellen, mit der Nahrung ins menschliche
    Nervensystem einzuschleusen.

    Entsprechend komplexe Moleküle wurden in einer Schlupfwespenart
    gefunden, deren Brut das Verhalten des Wirtes dramatisch zu ihren
    gunsten verändert.

    Von daher war der Weg zu Entwicklung eines Physikalisch/Biologischen
    “rein natürlichen” Massenkontrollmittels” die konsequente Folge
    angewandter Biophysikalisch/bionischer Grundlagenforschung.

    Dr. Mix

    • Eigentlich sollte man nicht immer wieder darauf hinweisen müssen. Aber trotzdem, die Spielregeln lauten wie folgt: Behauptungen müssen
      1.) konkret und klar,
      2.) vernünftig belegt und zudem noch
      3.) erkennbar auf das Thema des Artikels bezogen sein.
      Andernfalls veröffentliche ich sie nicht. Das hier ist ein Kommentarstrang zu einem Blogartikel, kein verschwörungstheoretisches Schwurbel-Forum.

      Das funktioniert zur Zeit wenig erfolgsversprechend bei sogn. Neurostimulatoren (Hirnschrittmacher)

      Was funktioniert wie? Bitte konkrete Angaben.

      Ein wesentlich “Kosteneffektiveres” Konzept, wird dezeit noch in der experimentellen Phase, an der Allgemeinbevölkerung, erfolgsversprechend getestet…

      Belege bitte.

      Entsprechend komplexe Moleküle wurden in einer Schlupfwespenart gefunden, deren Brut das Verhalten des Wirtes dramatisch zu ihren gunsten verändert.

      Bitte Belege liefern und den Bezug zum Thema erläutern.

      Off-Topic-Kommentare und Behauptungen ohne ordentliche Belege werde ich künftig löschen.

  4. Mabuse says:

    Gerne gebe ich Quellen für meine teils spekulativ, satirisch gemeinten Gedankengänge
    an, und hoffe Sie in Ihrer Erwartung (aus Spass könnte ja vieleicht ein bischen
    Ernst werden) nicht zu enttäuschen.

    Das Ausgangsmaterial:

    Hirnschrittmacher.
    Die Tiefe Hirnstimulation (engl. DBS Deep Brain Stimulation) ist ein neurochirurgischer Eingriff in das Gehirn, mit dem krankheitsbedingte Fehlleistungen korrigiert werden sollen. Populär, aber irreführend ist der Begriff Hirnschrittmacher.

    Für die chronische Hirnstimulation werden dem Patienten meist eine oder zwei dünne Elektroden implantiert, die über subkutan verlegte Kabel mit einem Impulsgeber im Bereich der Brust oder dem Oberbauch verbunden sind. Dieser Impulsgeber gibt dauerhaft elektrische Impulse an die Zielregion im Gehirn ab, wodurch diese – je nach Stromfrequenz – entweder deaktiviert oder stimuliert werden kann.

    Weltweit wurden etwa 75.000 Patienten (stand 201X) mit einem Hirnschrittmacher operativ versorgt. Prospektive kontrollierte und randomisierte Studien der letzten Jahre belegen die anhaltende Wirksamkeit des Therapieverfahrens im individuellen Krankheitsverlauf: Nicht nur Krankheitssymptome wie Zittern (Tremor), Steifigkeit (Rigor) und Bewegungsarmut (Bradykinese) werden gebessert, sondern nachweislich auch in ganzheitlicher Hinsicht die Lebensqualität.

    In den letzten Jahren sind mögliche psychische Nebenwirkungen in zahlreichen Fachpublikationen berichtet worden, wobei das Spektrum vor allem leichtere kognitive Verschlechterungen, Depression, (Hypo-)Manie umfasst. Auch Persönlichkeitsveränderungen sind dokumentiert worden.[1]

    Etablierte Anwendungsgebiete sind unter anderem die Parkinson-Krankheit, der Essentielle Tremor oder die Dystonie. In der klinischen Erprobung befinden sich Anwendungen in den Bereichen Epilepsie, Depression, Zwangsstörung, Cluster-Kopfschmerz und Tourette-Syndrom.

    Da die genaue Wirkungsweise im Gehirn unbekannt ist und es möglich ist, Stimmung und Verhalten zu beeinflussen (Depression, Zwangsstörung, Manie), ist die Tiefenhirnstimulierung auch Gegenstand ethischer Diskussionen [22], [23]. Der Nationale Ethikrat hat im Januar 2006 eine Diskussion über Neuroimplantate geführt. Dabei wurde es im Sinne der Selbstbestimmung als vorteilhaft angesehen, dass die Tiefe Hirnstimulation reversibel ist und der Neurostimulator jederzeit abgeschaltet werden kann.

    Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Tiefe_Hirnstimulation

    Wirtverhaltensforschung
    Virus-Gen ändert Verhalten von infizierten Raupen
    Viele Parasiten und Krankheitserreger manipulieren das Verhalten ihres Wirtes zu ihrem eigenen Vorteil. Das reicht vom Erreger versprühenden Hustenreiz bei Tuberkulose über Toxoplasma-infizierte und deswegen weniger katzenscheue Mäuse bis hin zu Pilzen, die Ameisen in den Wipfel von Bäumen zwingen. Bei einer Klasse von Insektenpathogenen, den Baculoviren, haben Forscher jetzt den genetischen Hintergrund dieser fachlich als externer Phänotyp bezeichneten Übernahme durch einen Dritten aufgedeckt.

    Siehe: http://www.spektrum.de/alias/wirtverhaltensforschung/virus-gen-aendert-verhalten-von-infizierten-raupen/1122789

    Mithilfe einer neuen Technologie leuchten Mäuse in Prager Labors im Dienste der Genforschung. Die Wissenschaftler erhoffen sich dadurch Einblicke in die Ursachen für Krebs und Hautkrankheiten.

    Siehe: http://www.dw.de/themen/s-9077

    Ich hab ein cooles Video über die Chemie-Nobelpreisgewinner 2008 gefunden. Diese haben ein Protein entdeckt, dass Gehirnnervenzellen unter UV-Bestrahlung zum Leuchten bringt. Bei einem Versuch mit Mäusen stellte sich jedoch heraus, dass nicht nur das Gehirn leuchtet, sondern die ganze Maus.

    Siehe mit Video: http://www.mortox.de/blog/leuchtende-maeuse/172

    Was läge nicht näher, auf die interdisziplinäre Vernüpfung, dieser
    Erkenntnisse zu spekulieren ?

    Früher hat man nur weiße Mäuse gesehen.
    Sicherlich ein Schelm der dabei böses denkt.

    Ps: Wann rosa Elefanten ???

    • Zunächst vielen Dank für die grundsätzliche Bereitschaft, Belege vorzubringen. Was Satire und Spekulation angeht, bitte ich allerdings um Zurückhaltung. Um spekulative Thesen zu diskutieren, gibt es reichlich Möglichkeiten im Netz. Hier möchte ich eher Klarheit in einzelne, ganz bestimmte und von mir ausgewählte Thesen bringen. Und zur Satire bewahrheitet sich immer wieder Poes Gesetz. Insbesondere bei einem Diskussionspartner, den man noch nicht kennt, ist es bei diesem Thema unmöglich, zwischen Witz und ernstgemeinter Aussage zu unterscheiden. Ich fürchte, dass wir uns verlieren, wenn wir uns im Kommentarbereich nicht auf ernstgemeinte und direkt auf die Aussagen im jeweiligen Artikel bezogene Beiträge beschränken.

      Aber zu den konkreten Hinweisen:

      Über die Verhaltensmodifikation mit Hilfe von Elektroden im Gehirn habe ich schon ausführlich geschrieben. In diesem Artikel geht es ausdrücklich um die Frage, wie das funktionieren sollte, wenn keine physische Interaktion mit dem Opfer möglich ist, sprich, wenn eben keine Elektroden ins Gehirn eingepflanzt werden können. Mit einer psychischen Beeinflussung einer breiten Bevölkerung mit “gehaarpten Sonnenlicht”, die Sie behauptet haben, hat das nichts zu tun. Den Beleg zu Ihrer Behauptung sind Sie immer noch schuldig.

      Auch habe ich weder bestritten, dass irgendwie allgemein Genforschung betrieben wird noch dass Genmodifikationen oder Enzyme sich auf das Verhalten auswirken. Die Verweise auf Parasiten und leuchtende Mäuse sind ja sicher hochinteressant. Aber hier geht es um Verhaltensbeeinflussung per Funk und die Frage, ob Nanotechnologie dabei eine Rolle spielen könnte. Die Themen, die Sie aufwerfen, haben damit nichts zu tun.

      Desweiteren haben Sie nicht nur behauptet, dass eine Verhaltensbeeinflussung auf biochemischem Weg prinzipiell möglich ist sondern dass ganz konkret “kosteneffektive” (was immer das heißen soll) Verfahren zur Verhaltensbeeinflussung mit “genmanipulierten Nahrungsmitteln” bereits im Test sind, und zwar an der Allgemeinbevölkerung. DAS müssen Sie belegen und nicht dass irgendein Parasit das Verhalten seines Wirts verändert.

      Was läge nicht näher, auf die interdisziplinäre Vernüpfung, dieser Erkenntnisse zu spekulieren ?

      Das ist Gegenstand der Science-Fiction-Literatur und verschwörungstheoretischer Internet-Foren. Hier müssen Sie Tatsachenbehauptungen belegen.

  5. Mabuse says:

    Entschuldigung zu “neuronalem Blödsinn” . . .
    Natürlich hatte ich die “Realen” Informationen ein wenig mit
    sogn. Phantasien verknüpft. Daher steht meine Person sicherlich
    in der Schuld Ihren Blog ein wenig zur Verbreitung von billigster
    “Sience-Fiction” missbraucht zu haben. Ich wollte wirklich nur
    ein wenig zu einem erheiterten Schmunzel unserer Leser beitragen,
    und entschuldige mich aufrichtig für diesen meinetwegen
    “groben Unfug” . Ich hoffe ich konnte Sie wenigstens ein bischen belustigen . . .
    Und bleibe trotzdem ein treuer Leser.
    Wenn mir wieder was auffällt werde ich gerne
    mit entsprechend harten Quellen berichten.
    Ein treuer Leser.

    • Okay, bei mir kam es so rüber wie absolut ernstgemeinte Behauptungen eines eingefleischten Verschwörungstheoretikers. Vielleicht haben da einfach meine Ironiedetektoren versagt. Ich bitte meinerseits um Entschuldigung, falls ich da ein bisschen arg humorlos reagiert habe.

      Grundsätzlich spricht natürlich nichts dagegen, auch mal einen Witz zu machen. Und ich freue mich grudsätzlich auch über Hinweise auf weitere Verschwörungstheorien. Es ist mir nur wichtig, dass man erkennen kann, ob es als Tatsachenbehauptung und Argument in der Diskussion verwendet wird oder eher satirisch oder als Recherche-Tipp gemeint ist. Die Unterscheidung war mir nicht klar geworden – mag es nun an der Formulierung oder an einer gewissen Betriebsblindheit meinerseits gelegen haben.

      In diesem Sinne freue ich mich, einen Leser zu haben. Und ich freue mich auf weitere Hinweise und Diskussionen.

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